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Die Amalfiküste mit dem Boot: Touren, Fähren und eigene Boote mieten

Die Amalfiküste mit dem Boot: Touren, Fähren und eigene Boote mieten

From Positano: Amalfi Coast Boat Tour

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Was ist der beste Weg, die Amalfiküste mit dem Boot zu erkunden?

Für einen einzelnen Tag: eine gemeinsame Bootstour von Positano oder Amalfi, die Meereshöhlen, Schnorchelbuchten und die Grotta dello Smeraldo abdeckt (50–90 €/Person). Für Flexibilität: ein kleines Motorboot für einen halben Tag mieten (80–130 €, kein Führerschein erforderlich unter 40 PS). Für Städteverbindungen: die saisonalen Lokalfähren zwischen Positano, Amalfi, Minori und Salerno nutzen.

Die Küste vom Wasser: warum Boote eine andere Perspektive bieten

Jeder, der die Amalfiküste besucht, sieht sie von der Straße — die SS163 verläuft entlang der Klippen, führt durch Tunnel, Haarnadelkurven und Küstenstädte auf Straßenebene. Die Straßenperspektive ist beeindruckend. Die Seeperspektive ist erhellend.

Von einem Boot aus ist die Beziehung zwischen den Klippen, den Stadtebenen und dem Wasser völlig anders. Man sieht die volle Höhe der Kalksteinklippen. Die SS163 erscheint als bleistiftdünne Linie auf halber Klippenhöhe. Die Farben des Meeres in verschiedenen Tiefen — von türkisgrün bei 2 Metern bis tiefblau bei 20 — sind über die Buchten hinweg sichtbar. Die Meereshöhleneingänge, von der Straße unsichtbar, öffnen sich im Klippen-Fundament.

Ein halber Tag auf dem Wasser ist für die meisten Besucher das unvergesslichste Element einer Amalfiküsten-Reise.

Geführte Bootstouren

Halbtagestouren ab Positano

Dauer: 3,5–4 Stunden Kosten: 50–80 €/Person bei gemeinsamer Tour; 150–200 € privat (4–6 Personen) Typisches Programm: Abfahrt vom Hafen Positano, Küste ostwärts zur Grotta dello Smeraldo, Fiordo di Furore, Schnorchelstop in einer Bucht, Rückkehr. Einige Touren erstrecken sich ostwärts zu den Meereshöhlen bei Praiano.

Morgenabfahrten (9:00–10:00 Uhr) sind am besten — ruhigeres Meer und besseres Licht in den Meereshöhlen.

Schnorchel- und Meereshöhlen-Bootstour ab Positano

Ganztagestouren (Positano nach Amalfi oder Salerno)

Dauer: 6–7 Stunden Kosten: 80–130 €/Person bei gemeinsamer Tour; 250–400 € privat

Eine ganztägige Küstendurchquerung per Boot deckt die gesamte SS163-Küstenroute von Positano bis hinter Amalfi ab, mit mehreren Stopps. Man sieht die Faraglioni von Capri in der Ferne, das vollständige Profil der Lattari-Berge vom Meer und den Hafen von Amalfi aus dem Anfahrtswinkel — eine der besten architektonischen Aussichten der Küste.

Viele Ganztagestouren beinhalten das Mittagessen in einem Meeresspiegel-Restaurant (in Cetara für die Sardellen oder in einem Strandclub unterhalb eines der Küstenhotels). Prüfen, ob Essen inklusive oder extra ist.

Touren ab Amalfi

Bootstouren starten auch vom Amalfi-Hafenbecken. Diese gehen typischerweise westwärts (Richtung Positano und Grotta dello Smeraldo) oder ostwärts (Richtung Cetara und Salerno). Einige fahren nordostwärts zur Grotta di Isca und den Offshore-Felsformationen östlich von Amalfi.

6-stündige private Grottenbootstour ab Amalfi

Touren ab Salerno

Weniger häufig genutzt, aber praktisch, wenn man sich der Küste von Salerno nähert (gute Zuganbindungen von Neapel). Salerno-nach-Amalfi-Bootstouren verlaufen westwärts mit Stopps in Cetara und an der östlichen Küste. Salerno ist auch der Ausgangspunkt einiger Anbieter, die ganztägige Rundfahrten der gesamten Küste anbieten.

Lokalfähren zwischen den Städten

Die Lokalfähren an der Amalfiküste sind ein öffentliches Transportmittel, keine Tour — aber sie bieten gute Meeresblicke und sind erheblich schneller als der SITA-Bus. Sie fahren saisonal (April–Oktober, genaue Daten je nach Anbieter variierend).

Positano – Amalfi: Ungefähr 25 Minuten, 10–15 €. Fährt in der Hochsaison 3–5 Mal täglich. Amalfi – Salerno: Ungefähr 35 Minuten, 10–15 €. Fährt 3–4 Mal täglich. Amalfi – Positano – Neapel: Der MetrodelMare-Service verbindet die Küste mit dem Neapler Molo Beverello in ungefähr 90 Minuten von Amalfi.

Tickets kaufen: am Kiosk beim Fähranleger in jeder Stadt oder in Reisebüros an der Via Lorenzo d’Amalfi. Fahrpläne sind am Anleger ausgehängt.

Die praktische Kombination: Die Fähre in eine Richtung nehmen (Meeresaussichten passiv genießen) und den SITA-Bus in die andere (Straßenlandschaft sehen). Diese Kombination bietet beide Perspektiven auf die Küste, ohne für eine separate Bootstour zu zahlen.

Ein eigenes Boot mieten

Führerscheinfreie Motorboote

In italienischen Gewässern innerhalb von 1 Seemeile vor der Küste benötigen Boote unter 40 PS keinen Kapitänsführerschein. Diese kleinen Boote reichen aus, um die unmittelbaren Buchten und Meereshöhlen der Küste zu erkunden. Mehrere Verleihshops in Positano, Praiano und Amalfi Marina bieten diese an:

  • Kosten: 50–80 € für 2 Stunden; 80–130 € für 4 Stunden (halber Tag). Kraftstoff normalerweise im Gebiet inbegriffen.
  • Erreichbar: Alle wichtigen Meereshöhlen, Strandbuchten und Schnorchelstellen innerhalb von 1 km der Küste.
  • Benötigt: Eine Kreditkarte für die Kaution (100–200 €), grundlegendes Bootsführungsvertrauen (der Verleihshop erklärt die Bedienung) und Kenntnisse der Sperrzonen (Badebereiche, Grenzen des Meeresschutzgebiets).

Den Verleihshop explizit fragen, welche Höhlen erreichbar sind und ob aktuelle Einschränkungen bestehen. Die Grotta dello Smeraldo und der Fiordo di Furore liegen innerhalb des Standard-Mietbereichs.

Charterschiff mit Führerschein

Für größere, schnellere Schiffe oder Fahrten weiter von der Küste entfernt (einschließlich nach Capri) ist ein zugelassener Kapitän oder ein internationales Bootszertifikat erforderlich. Die meisten Verleihunternehmen bieten Skipperdienste für 100–150 €/Tag extra an.

Die Grotta dello Smeraldo im Detail

Die Smaragdgrotte (Grotta dello Smeraldo) ist die primäre Meereshöhlen-Attraktion der Küste. Sie liegt auf Wasserhöhe in den Klippen bei Conca dei Marini, ungefähr 2,5 km von Amalfi und 12 km von Positano entfernt.

Zugang per Meer: Am kosteneffizientesten als Teil einer Bootstour. Der Führer navigiert zum Höhleneingang. Man wechselt zu einem kleinen Ruderboot (wie bei der Blauen Grotte auf Capri), das durch einen niedrigen Bogen in die Höhle einfahren. Kosten: 6 € staatliche Eintrittsgebühr + Gebühr der Ruderbootkooperative. Zeit in der Höhle: ungefähr 15–20 Minuten.

Zugang per Straße: Die SS163 verläuft oberhalb der Höhle. Ein ausgeschilderter Aufzug steigt von der Straße auf Meeresspiegel hinab (5 € Eintritt, dann Ruderbootgebühr wie oben). Weniger malerischer Zugang, funktioniert aber bei Vorbeifahrt per Straße.

Die Farbe: Ähnlich der Blauen Grotte von Capri im Prinzip — Licht tritt durch Unterwasseröffnungen ein und bricht sich durch das Wasser. Das Licht der Smaragdgrotte tritt aus verschiedenen Winkeln ein und erzeugt einen grün-smaragdfarbenen statt blauen Ton. Die Sichtbarkeit variiert mit der Sonnenposition — am besten am Morgen.

Sonnenuntergangs- und Abendfahrten

Mehrere Anbieter bieten von ungefähr 17:30–18:00 Uhr 2-stündige Sonnenuntergangsfahrten von Positano, Amalfi und Praiano an. Diese umfassen Prosecco, typisches Käse-Salami-Aperitivo und den Blick auf den Sonnenuntergang über dem Tyrrhenischen Meer. Kosten: 40–60 €/Person.

Die Positano-Sonnenuntergangsfahrt (westwärts, zurückblickend auf die Stadt, wenn die Sonne hinter der Faraglioni-Richtung untergeht) ist die beliebteste. Diese Touren sind gesellig und entspannt — nicht auf Meereshöhlen oder Schnorcheln ausgerichtet, aber ein sehr angenehmer Abschluss eines Küstentages.

Praktische Details

Buchung: Die meisten Bootstouren lassen sich für kleinere Privatmietungen noch morgens buchen; für geführte Touren empfiehlt sich 1–2 Tage Vorlauf im Sommer.

Mitbringen: Badezeug, Sonnencreme, Wasser. Eine leichte winddichte Jacke für Touren mit spätem Nachmittag. Wasserdichte Tasche für Telefon/Kamera.

Reisekrankheit: Das Amalfiküstenmeer zwischen Positano und Amalfi ist im Allgemeinen ruhiger als die offene Bucht nach Capri. Im Sommer können nachmittägliche thermische Winde Wellengang erzeugen. Morgenabfahrten sind ruhiger. Bei Anfälligkeit in der Mitte des Bootes sitzen.

Meereshöhlenlicht: Beste Lichtverhältnisse für Meereshöhlen morgens (10:00–12:00 Uhr), wenn der Sonnenwinkel den Unterwasserlichteinfall maximiert. Nachmittagsbesuche sind möglich, aber der Farbeffekt ist weniger intensiv.

Häufig gestellte Fragen zur Amalfiküste mit dem Boot

Ist die Amalfiküste besser mit dem Boot oder per Straße?

Beide bieten unterschiedliche Perspektiven. Die Straße gibt den Berg-über-Meer-Blick, das Haarnadelkurven-Drama und Zugang zu den Städten. Das Boot bietet den Kliffblick von unten, Zugang zu Meereshöhlen und ein Gefühl von Maßstab, das von der Straße aus unmöglich zu erfassen ist. Die meisten Besucher, die beides machen, sind sich einig, dass das Boot das Küstenerlebnis erheblich bereichert.

Kann ich vom Boot aus in Meereshöhlen schwimmen?

Die meisten Touren erlauben das Schwimmen an bestimmten Stopps — in der Regel in einer geschützten Bucht und nicht direkt an einem Höhleneingang. Das Wasser ist bei den meisten Schwimmstopps auf Amalfiküsten-Touren 2–6 m tief, klar und warm im Sommer. Schwimmwesten sind an Bord; für das Schwimmen nicht zwingend erforderlich.

Wie wird das Wetter für Bootstouren beurteilt?

Touranbieter prüfen die Bedingungen täglich. Wenn der Seegang Beaufort-Stärke 3–4 übersteigt (Schaumköpfe, 0,5–1,5 m Wellen), stornieren oder modifizieren die meisten Anbieter ihre Route. Die Amalfiküste ist etwas geschützter als die offene Capri-Route — Touren hier laufen unter Bedingungen, die Capri-Touren absagen würden.

Muss ich Fähren zwischen den Städten im Voraus buchen?

Nein — lokale Küstenfähren laufen nach dem Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst”. Zu Stoßzeiten (10:00–12:00 Uhr, 15:00–17:00 Uhr im Juli–August) kann es Warteschlangen am Fahrkartenkiosk geben. 20 Minuten vor Abfahrt ankommen ist ausreichend.

Häufig gestellte Fragen zu Die Amalfiküste mit dem Boot: Touren, Fähren und eigene Boote mieten

Was sieht man bei einer Bootstour an der Amalfiküste?

Eine Standard-Bootstour an der Amalfiküste umfasst: die Grotta dello Smeraldo (Smaragdgrotte), den Fiordo di Furore (der enge Fjord), Meereshöhlen bei Praiano und Conca dei Marini, Schnorchelstopps in klaren Buchten, die nicht per Straße erreichbar sind, die Felswände der SS163 von unten gesehen sowie Stadthäfen aus der Wasserperspektive. Die meisten Touren verlaufen zwischen Positano (Westen) und Amalfi oder Salerno (Osten).

Kann ich ohne Führerschein ein Boot an der Amalfiküste mieten?

In Italien benötigen Boote unter 40 PS innerhalb von 1 Seemeile vor der Küste (das Standardmietverhältnis) keinen Führerschein. Diese kleinen Motorboote reichen für die Küstenerkundung aus — um Meereshöhlen, Schnorchelstellen und Buchten bei Praiano zu erreichen. Für größere, schnellere Boote ist ein internationaler Bootsführerschein erforderlich. Die meisten Verleihshops in Positano und Amalfi vermieten führerscheinfreie Boote für 50–80 € (2 Stunden) oder 80–130 € (halber Tag).

Was ist die Grotta dello Smeraldo (Smaragdgrotte)?

Eine Meereshöhle bei Conca dei Marini, zwischen Positano und Amalfi, mit smaragdgrün leuchtendem Wasser durch Sonnenlicht, das durch eine Unterwasseröffnung eintritt. Es ist Kampaniens Version der Blauen Grotte — zugänglich per Boot (6 € Eintritt + 4 € Ruderboot für den Eingang) oder per Aufzug von der darüber liegenden SS163 (5–6 € Eintritt, dann Ruderboot). Die Farbe ist echt. Das Erlebnis dauert etwa 15–20 Minuten. Lohnenswert als Stopp auf einer Küsten-Bootstour; nicht als eigenständiger Ausflug.

Sind die Lokalfähren zwischen den Städten an der Amalfiküste gut für Erkundungen?

Ja — die Lokalfähren (betrieben von MetrodelMare, Travelmar und kleineren Anbietern) verbinden Positano, Amalfi, Minori, Maiori, Cetara und Salerno von April bis Oktober. Positano nach Amalfi per Fähre: 25 Minuten (10–15 €); Amalfi nach Salerno: 35 Minuten (10–15 €). Das ist schneller als der SITA-Bus, bietet gute Küstenaussichten und vermeidet den SS163-Verkehr. Fahrpläne sind begrenzt (2–4 Abfahrten pro Tag und Route) — Rückfahrt sorgfältig planen.

Was ist der Fiordo di Furore und kann ich ihn per Boot besuchen?

Der Fiordo di Furore ist eine enge Vulkanschlucht (Fjord) zwischen Furore und Conca dei Marini, wo ein Bach auf das Meer trifft. Der Strand am Boden ist winzig (30 Meter), aber die Kulisse — senkrechte Schluchtwände, die 100 m aufragen — ist außergewöhnlich. Per Straße steigt man 300 Stufen hinab. Per Boot fährt man direkt in den Fjordeingang. Die meisten Bootstouren an der Amalfiküste umfassen einen Stopp hier.

Ist das Schnorcheln an der Amalfiküste gut?

Ja, besonders in den bootszugänglichen Buchten und rund um die Basis der Meereshöhlenformationen. Sichtweite 5–10 m bei ruhigen Bedingungen. Die Unterwasserfelsformationen (besonders die Küstenfelsbögen östlich von Praiano und bei Conca dei Marini) beherbergen eine gute Vielfalt an Mittelmeerleben. Marina di Praia in Praiano ist die einfachste vom Ufer aus zugängliche Schnorchelstelle.

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